Da mein Freund schon immer auf ein Open Air Konzert von Pur
wollte suchte ich hiernach zu seinem 30. Geburtstag und wollte ihm dies
schenken. Aber das letzte Open Air hatte natürlich gerade stattgefunden und
neue Termine gab es nicht… Schade…
2 Tage später kam eine Mail von TUICruises rein: 5 Tage
Kreuzfahrt mit diversen Bands- Highlight: PUR. Das Reisebüro arbeitete super
mit so dass keine Unterlagen nach Hause kamen und ich sie immer Vorort abholen
konnte. Das Geschenk kam sehr gut an und ein Jahr später ging es dann endlich
los. Ein paar Wochen vorher konnte man online Plätze für eines der zwei
identischen PUR Konzerte buchen. Also
schnell gemacht, wobei ich 22Uhr ziemlich spät fand. Aber der Rest vom Programm
wurde vorher auch nicht verraten. Also abwarten.
Am 05. September fuhren uns dann meine Eltern nach Kiel. Sie
verbrachten während wir weg waren ein paar Tage in der Nähe von Husum und würden
uns am 09. September in Hamburg wieder abholen- hier nochmal ein Danke dafür :-)
Tag 1
Um 9Uhr ging es los (laut Reiseunterlagen kann man ab 13Uhr
an Bord, laut Aussagen im Mein Schiff Forum ab 12 und Kofferabgabe ab 11, Staus
sind auch mit eingeplant).
Wir sind sehr gut durchgekommen so dass wir schon um 11:45
unsere Koffer abgeben konnten. Da man noch nicht an Bord gehen konnte sind wir
noch in die Innenstadt gelaufen. Dies konnte man wunderbar zu Fuß machen. Wir
sind ein bisschen durch die Geschäfte gebummelt und haben etwas getrunken. So
um 14Uhr sind wir zurück zum Terminal und das einchecken ging dann auch
schnell.
Wir waren sehr positiv überrascht von der Mein Schiff 3.
Kein Vergleich zur Mein Schiff 1- viel moderner, schicker und noch sehr gut in
Schuss. Das war es, was für uns von den Wohlfühlschiffen erwartet hatten.
Da wir langsam Hunger hatten gönnten wir uns einen Snack im Tag und Nacht Bistro- kein Highlight aber ok. Die Burger die wir ein anderes Mal probiert haben waren aber sehr lecker. Danach haben wir das Schiff weiter erkundet und uns die ersten Aufbautätigkeiten für die Konzerte angeschaut. Den Innenpool fanden wir sehr schön wobei er in den folgenden Tagen manchmal sehr nach Chlor roch. Der riesige Pool draußen ist natürlich ein Highlight. Den Diamanten am Heck fanden wir jetzt nicht so spannend, auch von der Atmosphäre her.
Da wir langsam Hunger hatten gönnten wir uns einen Snack im Tag und Nacht Bistro- kein Highlight aber ok. Die Burger die wir ein anderes Mal probiert haben waren aber sehr lecker. Danach haben wir das Schiff weiter erkundet und uns die ersten Aufbautätigkeiten für die Konzerte angeschaut. Den Innenpool fanden wir sehr schön wobei er in den folgenden Tagen manchmal sehr nach Chlor roch. Der riesige Pool draußen ist natürlich ein Highlight. Den Diamanten am Heck fanden wir jetzt nicht so spannend, auch von der Atmosphäre her.
Um 15Uhr wurden die Kabinen frei gegeben. Unsere Innenkabine
war riesig, laut Katalog 17qm. Man konnte den Koffer aufgeklappt hinlegen und
hatte trotzdem keine Probleme irgendwo hin zu kommen, das hatten wir noch nie.
Nur die Lage war ein bisschen doof, aber halt selbst ausgesucht, weil das
nächste Treppenhaus doch recht weit weg war. Wir hatten die letzte Innenkabine
hinten.
Gegen Abend fand dann die offizielle Eröffnung der Tour auf dem Pooldeck statt bei der schon einmal
einige Künstler auf die Bühne kamen, wie Glasperlenspiel, PUR und Max
Giesinger. Danach spielte Norman Keil das erste Konzert während wir aus Kiel
ausliefen.
Abends gingen wir ins Gosch. Es waren noch diverse Plätze
frei aber der Kellner brachte uns zu einem Tisch wo schon ein Paar saß- darüber
waren sie und wir gleichermaßen überrascht weil der Kellner vorher hierzu auch
nichts sagte. Aber wir haben uns super verstanden und sind uns auch in den
darauffolgenden Tagen öfters begegnet. Leider gibt es derzeit das Krabbenbrot
mit Spiegelei nicht, ich vermute aufgrund der hohen Krabbenpreise. So gab es
für Tim zuerst den Salat mit Krabben und dann den Grillteller und für mich die
Bouillabaisse und dann Pasta mit Garnelen. Alles war sehr lecker und die
Kellner sehr freundlich.
Um 21:00 fand ein Glasperlenspiel-Konzert statt. Wir sind
nach oben ins Theater gegangen und saßen ganz vorne mit tollem Blick. Hier
konnten wir auch in allen anderen Konzerten Plätze in der ersten Reihe finden
da die meisten unten blieben. Das Konzert war super und viele haben mitgesungen
und getanzt.
Tag 2 Kopenhagen
Zuerst ging es ins Atlantik- Klassik zum Frühstück (Buffet).
Die Aufteilung gefiel uns besser als auf der MS1 da die Bereiche wo die Kellner
Teller und Gläser abstellen können mehr abgetrennt waren. Die Auswahl war gut
und es wurde alles schnell wieder aufgefüllt. Kaffee wurde in Kannen an den
Tisch gebracht, alles andere konnte man sich am Vollautomaten holen, auch
heißen Kakao. Omelette, Pfannkuchen oder Rührei kann man sich in der Küche
machen lassen und bekommt es dann direkt an den Platz gebracht.
Nach dem Frühstück sind wir einfach zu Fuß los gelaufen. Man
geht immer am Wasser entlang bis man zuerst auf die kleine Meerjungfrau trifft,
die Amalienborg und dann auf die Innenstadt. Wir
sind zuerst durch Nyhavn gelaufen. Hier sind
ganz viele bunte Häuser, kleine Restaurants und Kaffees und im Hafenbecken
liegen Segelschiffe. Am Hafen hatten wir einen Stadtplan umsonst bekommen auf
dem ein Fußweg eingezeichnet war durch den man alle wichtigen
Sehenswürdigkeiten entdecken kann. Diesen sind wir dann entlang gelaufen. Wir
haben die Einkaufsstraße gesehen, einen Freizeitpark, den Hauptbahnhof (dessen
Dach noch aus altem Holz besteht, sieht super aus), die Rosenborg und viele weitere alte Gebäude, Türme und Kirchen.
Insgesamt sind wir, laut Handy App, 14km gelaufen. Unterwegs konnte man alles
mit Kreditkarte bezahlen, von Getränken bis Toiletten im Bahnhof- dies war sehr
praktisch. Wenn man in Dänemark ist muss man ja auch mal in einen LEGOstore
aber die Preise waren doch deutlich höher als bei uns. Leider fing es dann an
der Burg an zu regnen. Wir hatten zwar einen Schirm und wasserfeste Jacken an
aber es wurde doch unangenehm je stärker es regnete. Wir haben dann den Rest
des Weges ein bisschen verkürzt und die letzten Stationen ausgelassen. Am
Schiff zurück waren die Hosen dann auch komplett nass und wir mussten erstmal
Kleidung wechseln und uns aufwärmen.
Zum Abendessen ging es ins Atlantik- Mediterran. Das Essen
war sehr gut auch wenn wir keinen großen Unterschied von Klassik zu Mediterran
feststellen konnten. Getränke wurden regelmäßig nachgeschenkt.
Um 22:00 sollte das PUR Konzert stattfinden wofür man vorher
online Karten reservieren musste. Es gab an zwei Abenden das gleiche Konzert so
dass die meisten eines sehen konnten, ins Theater passen ca. 1.000 Personen.
Die Vorband Fünf sollte ab 22:00 spielen und dann ab 22:30 PUR. Einlass ab
21:30. Wir sind gegen 21:00 runter gegangen und da standen schon gut Leute vor
den Türen. Die Organisation war nicht gut, es kamen von allen Seiten Menschen
und es wurde immer wärmer. Kurz vorm Eingang ins Theater konnte man sich dann
kühle Getränkedosen nehmen. Obwohl es so voll war bekamen wir wieder unsere
Plätze oben in der ersten Reihe. Hier konnten wir sehr gut filmen und hatten
niemanden der die Sicht versperrte. Fünf eröffnete dann auch pünktlich den
Abend und es war richtig witzig, alle feierten mit. PUR danach war auch gut
aber uns war die Fanhysterie drumherum doch ein bisschen viel. Es gab Fans die
den Samstag vorher in Gelsenkirchen mit 60.000 Leuten schon beim PUR Konzert
waren und an diesem Abend nun auf dem Schiff. Sehr viele hatten T-Shirts aus
verschiedensten Jahren an mit großen PUR Logos. Das Konzert ging dann ca. 2
Stunden. Danach tranken und aßen wir noch eine Kleinigkeit im Tag und Nacht
Bistro und hier war es dann auch relativ voll J
Hatten halt alle ein bisschen Hunger nach dem Konzert. Parallel zum PUR Konzert
hatte auch Max Giesinger eines gegeben, den schauten wir uns dann am Seetag an
wo es noch eins gab.
Tag 3 Oslo
In Oslo war das Wetter besser- trocken aber dafür kälter.
Die T-Shirts hätten auch zu Hause bleiben können…. Aber warm in Pulli und Jacke
eingepackt ging es nach dem Frühstück los in Richtung Stadt. Gefrühstückt haben
wir im Ankelmannsplatz und da wir erst um 11 anlegten war es hier ziemlich voll.
Alle haben anscheinend länger geschlafen und gingen so um 9:30 frühstücken. Bis
wir einen Platz fanden dauerte es ein bisschen und am Buffet musste man
manchmal auch warten.
In die Innenstadt von Oslo war es nur ein kurzer Weg direkt
am Wasser entlang. Wir sind erst in Richtung neue Hafenstadt mit vielen
Restaurants und schicken Gebäuden gelaufen. Ein paar Leute verteilen kostenlos
Lipton Eistee als Werbemaßnahme, da nahmen wir doch gerne eine Flasche mit. Man
konnte direkt am Wasser sitzen und auch die MS3 in voller Ansicht sehen. Von
dort wollten wir erst zum Vigelandpark aber da um 13:30 Wachablösung beim
Schloss sein sollte wollten wir uns dies lieber anschauen. Also ging es zu Fuß
weiter in Richtung Schloss. Hier war nicht viel los und wir konnten tolle Fotos
machen und Filmen. Von hier aus ging es weiter in die Innenstadt und dann zur
Markthalle. Diese liegt relativ abseits und es waren nicht viele Touristen
dort. Wir holten uns 2 Gebäckteile, eines mit Zimt und eines mit Rosinen und
Zuckerguss. In einem kleinen Supermarkt in der Halle gab es Chai Pulver wovon
wir Vanille und Spicy mitnahmen und heiße Schokolade Orange- das wird zuhause
erstmal ausprobiert :-)
Von hier konnte man sehr schön an einem kleinen Fluss
entlang weiterlaufen. So sind wir noch am Bahnhof angekommen. Dieser ist
teilweise sehr schön hergerichtet. Unterwegs haben wir noch Süßigkeiten geholt
die man bei uns nicht kennt. Insgesamt sind wir wieder ca. 14km herum gelaufen.
Abends waren wir im Atlantik essen, dieses Mal im Klassik.
Das Essen war wieder sehr gut und wir hatten nette Leute neben uns sitzen.
Danach gingen wir noch einmal zu Glasperlenspiel, dieses Mal auf dem Pooldeck.
Es war sehr kalt und windig aber es gab Wolldecken in die wir uns einwickelten
und da es genau das gleiche Konzert war wie am ersten Abend, mit wortgleicher
Vorstellung der Bandmitglieder, sind wir irgendwann reingegangen um uns
aufzuwärmen.
Tag 4 Seetag
Heute ließen wir es ganz gemütlich angehen. Wir frühstückten
im Ankelmannsplatz, weil wir so lange schliefen bis die anderen Restaurants
bald zu machten, und hatten dann einen ganz entspannten Tag, mit lesen,
spielen, schlafen und essen :-)
Um 17:00 spielten Fünf noch einmal alleine im Theater. Es
war wieder sehr lustig und das Theater war auch voll. Eigentlich wollten wir
noch Jonathan Zelter anschauen aber aufgrund der Wetterverhältnisse wurde alles
nach drinnen verlegt (was auf dem Pooldeck stattfinden sollte) und nun
überschnitt sich beides. Wir waren nach dem Konzert noch kurz in der Schau Bar
um zuzuhören aber es war sehr voll.
Abends spielte dann noch Max Giesinger und da sonst kein
Programmpunkt vorlag wollten alle zu diesem Konzert. Es gab riesige Schlangen
vor dem Theater und leider war auch wieder nur unten frei und oben zu. Aber wir
liefen direkt nach oben und saßen wieder in der ersten Reihe mit super Blick.
Das Konzert ging dann auch so 2 Stunden. Danach packten wir noch schnell einen
Koffer fertig um ihn vor die Tür zu stellen und gingen dann schlafen.
Tag 5 Heimreise und Schiffstester-Treff
Um 9Uhr mussten wir die Kabinen verlassen. Also standen wir
gegen 8Uhr auf, machten uns fertig und packten die restlichen Sachen. Der große
Koffer war ja schon weg und den kleinen brachten wir in die Abtanzbar wo man
Handgepäck abstellen konnte. Dann ging es noch ein letztes Mal zum Frühstück
ins Atlantik. Zum a la carte- Frühstück haben wir es dieses Mal leider
irgendwie nicht geschafft, aber wird ja nicht die letzte Reise sein.
Danach setzen wir uns noch in die TUI Bar da meine Eltern
erst gegen 11Uhr kamen. Wir luden die Koffer ins Auto und stellten dies im
Parkhaus ab. Dann schauten wir uns an was die Cruise Days so machten und
besuchten auch die Aussichtsplattform der Elbphilharmonie, dies kann man
kostenlos. Von AIDA, TUI Cruises, NCL und Costa gab es jeweils Stände an
denen man Infomaterial und Werbeartikel bekam.
Irgendwann haben wir uns dann getrennt und Tim und ich sind
mit der U-Bahn in die Stadt gefahren. Wir haben uns bei Starbucks etwas Heißes
zu trinken geholt da es doch recht frisch war und dann bei Lego und Orsay noch
ein bisschen geshoppt. Um 16Uhr hatten wir uns für ein Treffen mit dem
Schiffstester Matthias Morr angemeldet. Dies
fand im Unilever-Gebäude in der Hafencity statt, direkt vor der Mein Schiff 3.
Es war super interessant ihn mal persönlich zu treffen da wir ja sehr viele
Videos von ihm schauen um uns auf Reisen vorzubereiten oder Ideen zu holen oder
einfach so. Das Treffen ging so 1,5 Stunden und wir waren 50 Leute. Aus dem
Raum hatte man direkten Blick auf den Bug der Mein Schiff 3.
Anschließend ging es dann nach Hause wo wir so gegen 19Uhr,
nachdem wir noch einkaufen waren, ankamen.
Uns hat die Mein Schiff 3 sehr gut gefallen, deutlich besser
als die Mein Schiff 1, und wir würden am liebsten nächstes Jahr mit der Mein
Schiff 6 nach Mittelamerika fahren. Aufgrund des Preisunterschieds wird es aber
wahrscheinlich doch eher AIDA die eine ähnliche Route fahren. Wir möchten ja
sehr gerne mal nach Cozumel.
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