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Schallwellen Kreuzfahrt Mein Schiff 3 September 2017

Da mein Freund schon immer auf ein Open Air Konzert von Pur wollte suchte ich hiernach zu seinem 30. Geburtstag und wollte ihm dies schenken. Aber das letzte Open Air hatte natürlich gerade stattgefunden und neue Termine gab es nicht… Schade…

2 Tage später kam eine Mail von TUICruises rein: 5 Tage Kreuzfahrt mit diversen Bands- Highlight: PUR. Das Reisebüro arbeitete super mit so dass keine Unterlagen nach Hause kamen und ich sie immer Vorort abholen konnte. Das Geschenk kam sehr gut an und ein Jahr später ging es dann endlich los. Ein paar Wochen vorher konnte man online Plätze für eines der zwei identischen PUR Konzerte buchen.  Also schnell gemacht, wobei ich 22Uhr ziemlich spät fand. Aber der Rest vom Programm wurde vorher auch nicht verraten. Also abwarten.
Am 05. September fuhren uns dann meine Eltern nach Kiel. Sie verbrachten während wir weg waren ein paar Tage in der Nähe von Husum und würden uns am 09. September in Hamburg wieder abholen- hier nochmal ein Danke dafür :-)

Tag 1
Um 9Uhr ging es los (laut Reiseunterlagen kann man ab 13Uhr an Bord, laut Aussagen im Mein Schiff Forum ab 12 und Kofferabgabe ab 11, Staus sind auch mit eingeplant).
Wir sind sehr gut durchgekommen so dass wir schon um 11:45 unsere Koffer abgeben konnten. Da man noch nicht an Bord gehen konnte sind wir noch in die Innenstadt gelaufen. Dies konnte man wunderbar zu Fuß machen. Wir sind ein bisschen durch die Geschäfte gebummelt und haben etwas getrunken. So um 14Uhr sind wir zurück zum Terminal und das einchecken ging dann auch schnell.
Wir waren sehr positiv überrascht von der Mein Schiff 3. Kein Vergleich zur Mein Schiff 1- viel moderner, schicker und noch sehr gut in Schuss. Das war es, was für uns von den Wohlfühlschiffen erwartet hatten.



Da wir langsam Hunger hatten gönnten wir uns einen Snack im Tag und Nacht Bistro- kein Highlight aber ok. Die Burger die wir ein anderes Mal probiert haben waren aber sehr lecker. Danach haben wir das Schiff weiter erkundet und uns die ersten Aufbautätigkeiten für die Konzerte angeschaut. Den Innenpool fanden wir sehr schön wobei er in den folgenden Tagen manchmal sehr nach Chlor roch. Der riesige Pool draußen ist natürlich ein Highlight. Den Diamanten am Heck fanden wir jetzt nicht so spannend, auch von der Atmosphäre her.

Um 15Uhr wurden die Kabinen frei gegeben. Unsere Innenkabine war riesig, laut Katalog 17qm. Man konnte den Koffer aufgeklappt hinlegen und hatte trotzdem keine Probleme irgendwo hin zu kommen, das hatten wir noch nie. Nur die Lage war ein bisschen doof, aber halt selbst ausgesucht, weil das nächste Treppenhaus doch recht weit weg war. Wir hatten die letzte Innenkabine hinten.
Gegen Abend fand dann die offizielle Eröffnung der Tour  auf dem Pooldeck statt bei der schon einmal einige Künstler auf die Bühne kamen, wie Glasperlenspiel, PUR und Max Giesinger. Danach spielte Norman Keil das erste Konzert während wir aus Kiel ausliefen.

Abends gingen wir ins Gosch. Es waren noch diverse Plätze frei aber der Kellner brachte uns zu einem Tisch wo schon ein Paar saß- darüber waren sie und wir gleichermaßen überrascht weil der Kellner vorher hierzu auch nichts sagte. Aber wir haben uns super verstanden und sind uns auch in den darauffolgenden Tagen öfters begegnet. Leider gibt es derzeit das Krabbenbrot mit Spiegelei nicht, ich vermute aufgrund der hohen Krabbenpreise. So gab es für Tim zuerst den Salat mit Krabben und dann den Grillteller und für mich die Bouillabaisse und dann Pasta mit Garnelen. Alles war sehr lecker und die Kellner sehr freundlich.
Um 21:00 fand ein Glasperlenspiel-Konzert statt. Wir sind nach oben ins Theater gegangen und saßen ganz vorne mit tollem Blick. Hier konnten wir auch in allen anderen Konzerten Plätze in der ersten Reihe finden da die meisten unten blieben. Das Konzert war super und viele haben mitgesungen und getanzt.


Tag 2 Kopenhagen
Zuerst ging es ins Atlantik- Klassik zum Frühstück (Buffet). Die Aufteilung gefiel uns besser als auf der MS1 da die Bereiche wo die Kellner Teller und Gläser abstellen können mehr abgetrennt waren. Die Auswahl war gut und es wurde alles schnell wieder aufgefüllt. Kaffee wurde in Kannen an den Tisch gebracht, alles andere konnte man sich am Vollautomaten holen, auch heißen Kakao. Omelette, Pfannkuchen oder Rührei kann man sich in der Küche machen lassen und bekommt es dann direkt an den Platz gebracht.

Nach dem Frühstück sind wir einfach zu Fuß los gelaufen. Man geht immer am Wasser entlang bis man zuerst auf die kleine Meerjungfrau trifft, die Amalienborg und dann auf die Innenstadt. Wir sind zuerst durch Nyhavn gelaufen. Hier sind ganz viele bunte Häuser, kleine Restaurants und Kaffees und im Hafenbecken liegen Segelschiffe. Am Hafen hatten wir einen Stadtplan umsonst bekommen auf dem ein Fußweg eingezeichnet war durch den man alle wichtigen Sehenswürdigkeiten entdecken kann. Diesen sind wir dann entlang gelaufen. Wir haben die Einkaufsstraße gesehen, einen Freizeitpark, den Hauptbahnhof (dessen Dach noch aus altem Holz besteht, sieht super aus), die Rosenborg und viele weitere alte Gebäude, Türme und Kirchen. Insgesamt sind wir, laut Handy App, 14km gelaufen. Unterwegs konnte man alles mit Kreditkarte bezahlen, von Getränken bis Toiletten im Bahnhof- dies war sehr praktisch. Wenn man in Dänemark ist muss man ja auch mal in einen LEGOstore aber die Preise waren doch deutlich höher als bei uns. Leider fing es dann an der Burg an zu regnen. Wir hatten zwar einen Schirm und wasserfeste Jacken an aber es wurde doch unangenehm je stärker es regnete. Wir haben dann den Rest des Weges ein bisschen verkürzt und die letzten Stationen ausgelassen. Am Schiff zurück waren die Hosen dann auch komplett nass und wir mussten erstmal Kleidung wechseln und uns aufwärmen.









Zum Abendessen ging es ins Atlantik- Mediterran. Das Essen war sehr gut auch wenn wir keinen großen Unterschied von Klassik zu Mediterran feststellen konnten. Getränke wurden regelmäßig nachgeschenkt.
Um 22:00 sollte das PUR Konzert stattfinden wofür man vorher online Karten reservieren musste. Es gab an zwei Abenden das gleiche Konzert so dass die meisten eines sehen konnten, ins Theater passen ca. 1.000 Personen. Die Vorband Fünf sollte ab 22:00 spielen und dann ab 22:30 PUR. Einlass ab 21:30. Wir sind gegen 21:00 runter gegangen und da standen schon gut Leute vor den Türen. Die Organisation war nicht gut, es kamen von allen Seiten Menschen und es wurde immer wärmer. Kurz vorm Eingang ins Theater konnte man sich dann kühle Getränkedosen nehmen. Obwohl es so voll war bekamen wir wieder unsere Plätze oben in der ersten Reihe. Hier konnten wir sehr gut filmen und hatten niemanden der die Sicht versperrte. Fünf eröffnete dann auch pünktlich den Abend und es war richtig witzig, alle feierten mit. PUR danach war auch gut aber uns war die Fanhysterie drumherum doch ein bisschen viel. Es gab Fans die den Samstag vorher in Gelsenkirchen mit 60.000 Leuten schon beim PUR Konzert waren und an diesem Abend nun auf dem Schiff. Sehr viele hatten T-Shirts aus verschiedensten Jahren an mit großen PUR Logos. Das Konzert ging dann ca. 2 Stunden. Danach tranken und aßen wir noch eine Kleinigkeit im Tag und Nacht Bistro und hier war es dann auch relativ voll J Hatten halt alle ein bisschen Hunger nach dem Konzert. Parallel zum PUR Konzert hatte auch Max Giesinger eines gegeben, den schauten wir uns dann am Seetag an wo es noch eins gab.



Tag 3 Oslo
In Oslo war das Wetter besser- trocken aber dafür kälter. Die T-Shirts hätten auch zu Hause bleiben können…. Aber warm in Pulli und Jacke eingepackt ging es nach dem Frühstück los in Richtung Stadt. Gefrühstückt haben wir im Ankelmannsplatz und da wir erst um 11 anlegten war es hier ziemlich voll. Alle haben anscheinend länger geschlafen und gingen so um 9:30 frühstücken. Bis wir einen Platz fanden dauerte es ein bisschen und am Buffet musste man manchmal auch warten.
In die Innenstadt von Oslo war es nur ein kurzer Weg direkt am Wasser entlang. Wir sind erst in Richtung neue Hafenstadt mit vielen Restaurants und schicken Gebäuden gelaufen. Ein paar Leute verteilen kostenlos Lipton Eistee als Werbemaßnahme, da nahmen wir doch gerne eine Flasche mit. Man konnte direkt am Wasser sitzen und auch die MS3 in voller Ansicht sehen. Von dort wollten wir erst zum Vigelandpark aber da um 13:30 Wachablösung beim Schloss sein sollte wollten wir uns dies lieber anschauen. Also ging es zu Fuß weiter in Richtung Schloss. Hier war nicht viel los und wir konnten tolle Fotos machen und Filmen. Von hier aus ging es weiter in die Innenstadt und dann zur Markthalle. Diese liegt relativ abseits und es waren nicht viele Touristen dort. Wir holten uns 2 Gebäckteile, eines mit Zimt und eines mit Rosinen und Zuckerguss. In einem kleinen Supermarkt in der Halle gab es Chai Pulver wovon wir Vanille und Spicy mitnahmen und heiße Schokolade Orange- das wird zuhause erstmal ausprobiert :-)




Von hier konnte man sehr schön an einem kleinen Fluss entlang weiterlaufen. So sind wir noch am Bahnhof angekommen. Dieser ist teilweise sehr schön hergerichtet. Unterwegs haben wir noch Süßigkeiten geholt die man bei uns nicht kennt. Insgesamt sind wir wieder ca. 14km herum gelaufen.
Abends waren wir im Atlantik essen, dieses Mal im Klassik. Das Essen war wieder sehr gut und wir hatten nette Leute neben uns sitzen. Danach gingen wir noch einmal zu Glasperlenspiel, dieses Mal auf dem Pooldeck. Es war sehr kalt und windig aber es gab Wolldecken in die wir uns einwickelten und da es genau das gleiche Konzert war wie am ersten Abend, mit wortgleicher Vorstellung der Bandmitglieder, sind wir irgendwann reingegangen um uns aufzuwärmen.




Tag 4 Seetag
Heute ließen wir es ganz gemütlich angehen. Wir frühstückten im Ankelmannsplatz, weil wir so lange schliefen bis die anderen Restaurants bald zu machten, und hatten dann einen ganz entspannten Tag, mit lesen, spielen, schlafen und essen :-)
Um 17:00 spielten Fünf noch einmal alleine im Theater. Es war wieder sehr lustig und das Theater war auch voll. Eigentlich wollten wir noch Jonathan Zelter anschauen aber aufgrund der Wetterverhältnisse wurde alles nach drinnen verlegt (was auf dem Pooldeck stattfinden sollte) und nun überschnitt sich beides. Wir waren nach dem Konzert noch kurz in der Schau Bar um zuzuhören aber es war sehr voll.

Abends spielte dann noch Max Giesinger und da sonst kein Programmpunkt vorlag wollten alle zu diesem Konzert. Es gab riesige Schlangen vor dem Theater und leider war auch wieder nur unten frei und oben zu. Aber wir liefen direkt nach oben und saßen wieder in der ersten Reihe mit super Blick. Das Konzert ging dann auch so 2 Stunden. Danach packten wir noch schnell einen Koffer fertig um ihn vor die Tür zu stellen und gingen dann schlafen.



Tag 5 Heimreise und Schiffstester-Treff
Um 9Uhr mussten wir die Kabinen verlassen. Also standen wir gegen 8Uhr auf, machten uns fertig und packten die restlichen Sachen. Der große Koffer war ja schon weg und den kleinen brachten wir in die Abtanzbar wo man Handgepäck abstellen konnte. Dann ging es noch ein letztes Mal zum Frühstück ins Atlantik. Zum a la carte- Frühstück haben wir es dieses Mal leider irgendwie nicht geschafft, aber wird ja nicht die letzte Reise sein.
Danach setzen wir uns noch in die TUI Bar da meine Eltern erst gegen 11Uhr kamen. Wir luden die Koffer ins Auto und stellten dies im Parkhaus ab. Dann schauten wir uns an was die Cruise Days so machten und besuchten auch die Aussichtsplattform der Elbphilharmonie, dies kann man kostenlos.  Von AIDA, TUI Cruises, NCL und Costa gab es jeweils Stände an denen man Infomaterial und Werbeartikel bekam.


Irgendwann haben wir uns dann getrennt und Tim und ich sind mit der U-Bahn in die Stadt gefahren. Wir haben uns bei Starbucks etwas Heißes zu trinken geholt da es doch recht frisch war und dann bei Lego und Orsay noch ein bisschen geshoppt. Um 16Uhr hatten wir uns für ein Treffen mit dem Schiffstester Matthias Morr angemeldet. Dies fand im Unilever-Gebäude in der Hafencity statt, direkt vor der Mein Schiff 3. Es war super interessant ihn mal persönlich zu treffen da wir ja sehr viele Videos von ihm schauen um uns auf Reisen vorzubereiten oder Ideen zu holen oder einfach so. Das Treffen ging so 1,5 Stunden und wir waren 50 Leute. Aus dem Raum hatte man direkten Blick auf den Bug der Mein Schiff 3.
Anschließend ging es dann nach Hause wo wir so gegen 19Uhr, nachdem wir noch einkaufen waren, ankamen.


Uns hat die Mein Schiff 3 sehr gut gefallen, deutlich besser als die Mein Schiff 1, und wir würden am liebsten nächstes Jahr mit der Mein Schiff 6 nach Mittelamerika fahren. Aufgrund des Preisunterschieds wird es aber wahrscheinlich doch eher AIDA die eine ähnliche Route fahren. Wir möchten ja sehr gerne mal nach Cozumel.

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