Über Pfingsten sollte es weg gehen. Nur wohin? Also schauten wir wohin man freitags fliegen kann und montags zurück, am besten von Bremen aus. So kam es das wir Flüge nach Tallinn in Estland buchten. Freitagnachmittag hin und Pfingstmontagmorgen zurück.
Ein Hotel sollte es dieses Mal nicht werden, daher suchten wir uns eine tolle Airbnb Wohnung. Sie lag am Rand der Altstadt, nicht weit zum Hafen.
Freitagnachmittag fuhren wir dann zum Bremer Flughafen. Dank der Baustelle auf der A1 muss man da ja ein bisschen Puffer einplanen. Im Ryanairterminal lief die Sicherheitskontrolle ohne Probleme und fix durch. Einchecken muss man bei Ryanair ja schon vorab. Wir hatten uns auch Plätze für 5€ reserviert damit wir zusammen sitzen.
Der Flug dauerte ca. 1:45 und wir landeten bei angenehmen Temperaturen am süßen Tallinner Flughafen. Freunde von uns hatten zufällig die gleiche Idee für das Wochenende und so fuhren wir dann zusammen mit der Straßenbahn in die Stadt. Die Bahn hält direkt vor dem Terminal und man geht zum Fahrer und zahlt 2€ pro Person. Wir bekamen dann kein Ticket oder so. Das war auf dem Rückweg dann wohl anders, da gab es ein Ticket, berichteten die anderen. Wir fuhren auf dem Rückweg mit Uber.
Von der Haltestelle liefen wir dann noch 5min zu unserer Wohnung. Die Vermieterin selbst war nicht da aber es gibt einen Empfang der 24 Stunden besetzt ist und die Schlüssel ausgibt.
Die Wohnung an sich war super schön. Sehr modern eingerichtet und mit allem was man so braucht: Gläser, Geschirr, Handtücher, Bettwäsche, Klopapier… Wir stellten unsere Koffer ab und machten uns dann auf den Weg in die Stadt um etwas zu essen. Erstmal bummelten wir etwas rum und waren begeistert von der süßen Altstadt mit den ganzen alten Gebäuden und Stadtmauern. Nur etwas zu essen für auf die Hand fanden wir nicht wirklich. Da wir relativ spät dran waren (22Uhr) hatte auch schon einiges geschlossen. So gingen wir dann ins Vapiano das bis Mitternacht auf hatte. Da war ich schon ewig nicht mehr. Es war sehr lecker, wir hatten beide eine Pizza, und kostete zusammen nur 22€.
Uns fiel in der ganzen Stadt auf das sehr viele Jugendliche unterwegs waren. Das hatten wir sonst noch nirgendwo bemerkt. Man fühlte sich aber sofort wohl auch wenn wir die Sprache wirklich nicht verstehen konnten.
Am nächsten Morgen hörten wir dann auf den Frühstückstipp unserer Vermieterin und gingen ins Café Carmen um die Ecke. ES war sehr lecker und die Portionen gut. Danach liefen wir dann Richtung Hafen. Die Linnahall ist ein ehemaliger Konzertsaal, heute kann man hinauf gehen und sieht dann das Fährterminal und die Bucht. Eigentlich wollte ich dann gerne zum Fischmarkt der samstags ist aber der sah von oben nicht so spannend aus. Also gingen wir in die Stadt und liefen hier einmal alles ab inklusive Domberg von wo aus man an verschiedenen Stellen eine tolle Aussicht über die restliche Stadt hat. Zwischendurch holten wir uns in den Supermärkten immer mal wieder etwas zu trinken. Das ging ohne Probleme auch ohne viel Sprache und man kann alles mit Karte bezahlen.
Man hätte auch auf die Stadtmauer noch gehen können aber uns reichte die Aussicht vom Domberg. Die Straßen sind aus Kopfsteinplaster das manchmal wirklich anstrengend ist. Man sollte gut gepolsterte Turnschuhe tragen. Wir sahen auch einige Damen in High Heels- ich hätte mir beide Beine gebrochen. In einigen Straßen stehen aber trotz des Bodenbelags viele teure Autos, so viele auf einen Haufen sind uns sonst noch nicht aufgefallen irgendwo. Es gibt viele kleine Läden aber auch sehr viele Souvenirläden.
Man kann eigentlich alles zu Fuß erkunden, es fahren aber auch Busse und Straßenbahnen außerhalb der Stadtmauern mit denen man einmal rum kommt. Innerhalb der Stadtmauern gibt es kleine Bimmelbahnen, Pferdekutschen und Rikschas.
Abends wollten wir mit unseren Freunden essen gehen. Auch wenn es wohl ziemlich Touriabzocke ist entschieden wir uns für ein Restaurant am Marktplatz weil man da schön alles überblicken konnte. Ich hatte Pelmeni, was leider eine wirklich kleine Portion war, Tim hatte einen Burger, für nette 16€ plus Pommes extra (ohne vorherige Info das es extra kostet) und Denise und Eric Pizzen. Es schmeckte aber alles gut. Hier zahlten wir zu zweit aber dann eher 45€. Danach suchten wir noch eine Bar um etwas zu trinken. Das war gar nicht so einfach da in vielen einfach keiner war und wir dann ein bisschen skeptisch waren. Am Ende landeten wir dann in einem Pub wo wir auch das DFB Pokalfinale sehen konnten und es 2 Cocktails, die auch schmeckten, für 3,80€ gab J
Sonntagmorgen wollten wir zum Seaplane Harbour Museum. Vorab machten wir noch einen Stopp an der Linnahall da die AIDAdiva und die Mein Schiff 4 im Hafen lagen und man sie von hier gut fotografieren konnte. Dann ging es zu Fuß durch den Stadtteil Kalamaja. Hier stehen viele bunte Holzhäuser, einige schon sehr alt. Es schien ein Stadtteilfest zu geben, vielleicht wegen Pfingsten, denn überall hatten die Bewohner vor ihren Häusern Tische aufgestellt und verkauften Essen.
Das Museum gefiel uns sehr gut. Der Eintritt kostete 14€ pro Person. Es war früher die Werkshalle für den Bau und Wasserflugzeugen. Heute gibt es hier U-Boote, lokale Bootstypen, Bojen… . Es ist richtig gut gemacht und es gibt viele Dinge die auch Kinder ausprobieren können. Danach frühstückten wir im Cafe auf der Terrasse und genossen noch die Sonne. Dabei überlegten wir ob wir mit der Bahn zum Stadtstrand fahren sollten aufgrund des guten Wetters aber ich wollte gerne noch ein bisschen was sehen.
Daher liefen wir entlang der bunten Häuser in Richtung Telliskivi. Unterwegs gab es immer mehr Stände wo essen verkauft wurde und auch immer wieder Hinterhof Feiern. Bei einer stand eine Band auf dem Garagendach und machte Musik. Es gab auch ein paar Foodtrucks die leckere Sachen verkauften. Am Ende kamen wir an einem Streetfoodmarket an wo auf einem alten Fabrikgelände verschiedene Container standen und Essen anboten. In einer der alten Hallen wurde Antikes verkauft. Daneben gab es dann noch einen Bereich mir Restaurants und Bars und wir dachten hier könnten wir auch abends hingehen.
Wir machten uns erstmal auf den Weg in Richtung Stadt und kamen dabei noch an einem Markt mit angeschlossener Markthallte hinter dem Bahnhof vorbei. Hier gab es auch wieder viele Leckereien und wir gönnten uns Ice rolls mit Erdbeeren und Himbeeren. Das ist aber eher witzig anzusehen, der Geschmack haut einen nicht vom Hocker. Die Markthalle macht aber leider am Wochenende schon um 17Uhr zu. Allgemein haben aber auch sonntags einige Geschäfte offen. Dadurch dass 2 Kreuzfahrtschiffe im Hafen lagen wahrscheinlich noch mehr als sonst.
Wir machten eine bisschen Pause in unserer Wohnung und trafen uns dann um 18Uhr um wieder nach Telliskivi zum essen zu gehen. Wir bekamen gerade noch einen Platz in meinem Wunschrestaurant und es war sehr lecker. Vorab teilten Tim und ich uns 4 verschiedene Bruschetta und dann hatte ich Vareniky und die anderen 3 Burger. Zum Nachtisch teilten wir uns jeweils noch ein Stück Kuchen (wir saßen nah an der Vitrine mit dem Nachtisch). Es war super lecker und wir bezahlten für 2 Personen ca. 30€.
Danach gingen wir zurück in die Stadt und setzen uns am Marktplatz noch in eine Bar für ein Getränk. Danach gingen wir dann müde ins Bett. Montag morgen machten wir die Wohnung dann sauber und fuhren mit einem Uber, das wollten wir einfach mal ausprobieren, zum Flughafen. Der Fahrer war super nett und erzählte viel über die Stadt. Ich fand es auch sehr praktisch das die Bezahlung und auch das Trinkgeld über die App im Nachhinein laufen.
Der Flug verlief ganz ruhig und so waren wir dann pünktlich um 11 in Bremen und konnten den restlichen sonnigen Tag dann noch im Garten genießen.



















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