Anreise Venedig
Da die Kreuzfahrt am Sonntag losging planten wir einen Tag vorher nach Venedig zu fliegen um mehr von der Stadt zu haben. Also flogen wir Samstagmittag ab Hamburg zum Marco Polo Flughafen. Wir kamen pünktlich an und das Gepäck kam auch nach einiger Zeit.
Wir fuhren mit dem Wasserbus direkt vom Flughafen nach Venedig. Die Tickets kann man an einem Automaten direkt bei den Gepäckbändern holen, sie kosten pro Person 15€. Wir fuhren ca. 30min und stiegen dann an einer Haltestelle aus die ca. 10min zu Fuß von unserem Hotel war. Wir hatten uns eines in Cannaregio ausgesucht da dies ganz gut gelegen und nicht komplett überteuert war. Das Zimmer war klein aber sauber und wir verbrachten ja nicht viel Zeit hier. Das Fenster war zu einem Kanal auf dem auch ab und an Gondeln oder Boote vorbei kamen.
Am Samstag liefen wir dann erstmal einfach durch die Gassen rund um das Hotel. Ich hatte vorher nach ein paar Leckereien geschaut die man in Venedig gegessen haben sollte und ein paar Meter neben dem Hotel war eines davon Das Frito Inn verkauft frittierte Meeresfrüchte in Pommestüten. Alles frisch gemacht und sehr lecker. Wir liefen bis zur Rialtobrücke wo es im SuSo noch super leckeres Eis gab. Danach ging es zurück ins Hotel um das Deutschlandspiel zu schauen. Sonntag wollten wir auch früh aufstehen. Im Hotel konnten wir noch das Frühstück für den nächsten Tag wählen. Man wählt zwischen 3 Varianten und bekommt dies dann zur Wunschzeit aufs Zimmer da es keinen Raum zum Frühstücken gibt. Das Personal war sehr freundlich und sprach gutes Englisch.
Tag 1 Venedig
Am Sonntag standen wir um 4:20 auf um das erste Vaporetto um 5:10 zu bekommen. Damit fuhren wir zu der Halbinsel gegenüber vom Markusplatz. Von hier schauten wir uns den Sonnenaufgang an- es war einfach nur schön. Zwischendrin kam auch ein Kreuzfahrtschiff rein. Es waren noch ein paar andere Leute da aber es war sehr schön ruhig. Danach fuhren wir rüber zum Markusplatz. So leer sieht man diesen wirklich selten. Von dort wanderten wir durch die Straßen, die auch noch alle leer waren, zurück zum Hotel um dort zu frühstücken.
Danach hieß es Koffer packen und auschecken. Da wir uns ein 24-Stunden Ticket für die Vaporettos geholt hatten fuhren wir auch nun damit zur Piazzale Roma und nahmen von dort den People Mover (kostet 1,50€ extra). Die letzten Meter liefen wir dann zum Schiff. Wir wollten eigentlich nur die Koffer abgeben aber da das einchecken schon ging und nicht viel los war machten wir dies direkt mit. Die Kabine war natürlich noch nicht fertig um 11Uhr. Aber wir wollten ja auch wieder in die Stadt. Also liefen wir über die Brücke zur Haltestelle Tronchetto mercato und fuhren damit zu einer kleineren Insel die die Linie 2 anfährt. Hier gibt es einen Kirchturm auf den man für 6€ rauf kann ohne großes Anstehen und man hat einen tollen Blick über Venedig. Das ist eine super Alternative zu dem Turm am Markusplatz. Wieder mit der Linie 2 fuhren wir zum Markusplatz und liefen zur Eisdiele- es war einfach sehr gut am Vortag. Heute mussten wir ein bisschen warten. Die Stadt an sich ist schon sehr voll aber wenn man einfach in ein paar Seitenstraßen abbiegt kommen einem kaum noch Menschen entgegen und man sieht die wunderschönen ruhigen Ecken Venedigs.
So um 16Uhr waren wir zruück am Schiff und aßen erstmal was im California Grill. Um 17:45 war die Seenotrettungsübung die dieses Mal zum Glück schnell beendet war. Ich verstehe ja die Leute immer nicht die meinen nichts zu hören was die Durchsagen sagen aber anstatt zu versuchen es zu verstehen das einfach weiter quatschen… Abends gingen wir ins Bella Donna essen da dies unser Lieblingsrestaurant ist aufgrund der großen Außenfläche. Die Willkommensshow schauten wir uns nicht mehr an da wir durch das frühe Aufstehen doch ziemlich müde waren.
Tag 2 Seetag
Zum Frühstück ging es auch ins Bella Donna und danach suchten wir uns ein Plätzchen auf dem Pooldeck. Da in den ersten Bundesländern die Ferien begonnen hatten war es schon ziemlich voll und laut. Da es nicht ganz so warm war gingen wir eher selten ins Wasser und sonnten uns lieber. Mittags gab es noch einen Burger im California Grill. Nachmittags wurde dann Fußball auf dem Pooldeck gezeigt. Zu den Spielen gab es auch immer wieder Aktionen wie extra Bierverkauf, Hot Dogs, Chips-Verkauf…
Nach dem Abendessen machten wir uns einen entspannten Abend.
Tag 3 Korfu
Um 11 kamen wir auf Korfu an. Wir hatten uns für diese Reise nur vorgenommen durch die Ort zu bummeln. Für Korfu stellte sich dann raus dass ein Ausflug vielleicht gut gewesen wäre weil der Ort jetzt nicht so toll war. Wir liefen zu Fuß hinein was auch ohne Probleme ging. Es gibt ein quasi Ortszentrum mit vielen Gassen in denen viel Souvenirs aber auch Kleidung verkauft wird. Zwischendurch gibt es immer wieder Bars und Restaurants. Da mehrere Schiffe im Hafen lagen war es gut gefüllt.
Es gibt eine alte und eine neue Festung. Wir sind auf die alte hochgelaufen (ich weiß nicht ob man auf die neue kann). Es kostete ca. 6€ Eintritt. Man kann fast überall herumlaufen, innen drin ist noch ein Museum. Wir liefen bis zum höchsten Punkt hoch, dies war schon ein bisschen anstrengend da es sehr schwül war. Man hatte aber eine tolle Aussicht auf den Ort und den Hafen. Zurück unten suchten wir uns eine Eisdiele für eine leckere Abkühlung. Im Vergleich zu den anderen Orten war dieses Eis allerdings auf dem letzten Platz.
Tag 3 Bari
Hier konnte man auch in die Stadt hinein laufen. Es gibt einen alten Stadtkern und die Neustadt mit Geschäften und Hochhäusern. Wir liefen durch beides. Die Altstadt besteht aus kleinen Gassen mit vielen Kirchen und schönen Hinterhöfen. In der Nudelgasse stellen Frauen außerhalb ihres Hauses frische Nudeln her. Es ist super dies anzusehen, sie machten das in einem rasanten Tempo und einige von ihnen waren bestimmt 90 Jahre. Ein Kilo kostete wohl 5€. Leider konnten wir ja keine mitnehmen.
Bei vielen Häusern sind die Türen offen aber es hängen Gardinen davor. So haben die Bewohner frische Luft von außen aber es kann keiner hineinsehen. Mittags sah man dann ab und an wie die ganze Familie zusammen Mittag aß. Kinder spielten immer wieder vor den Häusern rum. Autos können durch die meisten nicht durchfahren.
Außerhalb der Gassen gibt es auch einige große schöne Gebäude mit Verzierungen und Säulen an der Fassade. Der Bahnhof ist am Ende der Einkaufsstraße und ein schönes Gebäude. Sonst ist er aber nicht wirklich interessant. An der Promenade machten wir eine Pause und schauten einer Segelschule zu. Hier im leichten Wind konnte man es wirklich gut aushalten. Es war angenehm warm und leicht bewölkt. Für die Boote gab es genug Wind und Wellengang.
Tag 4 Dubrovnik
Heute standen wir früh auf denn wir wollten gleich nach der Freigabe vom Schiff um früh auf der Stadtmauer zu sein. Wir wollten eigentlich ein Taxi nehmen aber als wir raus kamen stand da grad der Shuttle und wir dachten 19€ hin und zurück für 2 ist auch in Ordnung und der wird ja wohl gleich los fahren. Leider stand der dann noch 30min da bis er voll war… Da haben wir uns ziemlich geärgert denn es standen genug Taxis da die 15€ je Strecke gekostet hätten. Als wir raus kamen war nur keiner zum Teilen da aber während des Wartens haben wir einige Taxis los fahren sehen.
Naja als wir dann ankamen war die Stadtmauer immer noch recht leer. Man wird am Haupttor rausgelassen und hinter dem Tor findet man den Eingang zur Mauer. Man kann nur in Kuna oder mit Kreditkarte bezahlen (150Kuna pro Person also ca. 20€). Es geht die ganze Zeit Treppen rauf und Treppen runter. Man hat eine tolle Sicht über die Stadt und kann einmal rum laufen. Wenn die Sonne richtig scheint wird es wohl sehr anstrengend sein. Wir brauchten ca. 1,5 Stunden einmal rum, machten aber auch unterwegs viele Fotos und genossen die Aussicht.
Danach liefen wir zur Seilbahn. Hier mussten wir erstmal Schlange stehen, es waren ein paar Reisegruppen vor uns. Es waren auch ein paar Taxifahrer da die einen auch nach oben fahren würde. 2 Personen waren ihm aber nicht genug und so warteten wir- das ging dann doch recht zügig. Hier konnte man auch mit Karte zahlen. Bei dem Weg nach oben standen wir am oberen Teil der Gondel und schauten den Berg hinauf, beim Weg runter konnten wir ganz vorne stehen nach unten schauend. Oben gibt es verschiedene Aussichtsplattformen, einen Souvenirshop und ein Restaurant. Wir liefen aber aus dem Gebäude raus und über den Parkplatz. Dort vorbei kommen man auf eine Schotterfläche an die dann auch ins Tal hinab fällt. Von hier hatten wir einen tollen Blick über die Stadt und die vorgelagerten Inseln. Zuerst waren wir hier auch ganz alleine, erst nach ca. 10min kamen noch 3 weitere Personen. Zurück an der Seilbahn holten wir uns noch etwas zu trinken und konnten dann direkt, ohne Schlange, runter fahren. Die einzelnen Personen dürfen auch vor den Reisegruppen in die Seilbahn.
Unten schlenderten wir dann noch so durch die Stadt, auch hier gibt es viele Stufen. Wenn die Sonne voll scheint ist es hier bestimmt richtig heiß da der Boden gut reflektiert. In einer Bäckerei holten wir uns Burek (ähnlich dem türkischen Börek), das war sehr lecker. Am Shuttle mussten wir dann ein bisschen warten aber dann ging es fix zurück. Am Kreuzfahrtterminal angekommen gingen wir noch einmal aus dem Hafen raus denn direkt nebenan war ein Supermarkt. Wir kauften Schokolade, Knabbereien und Getränke- was man halt so mit aufs Schiff nehmen kann und gut auf Ausflüge. Alles Dinge die es bei uns nicht gibt. Eine sehr interessante Cola mit Kräutern.
Tag 5 Zadar
In Zadar liegt man 6km außerhalb der Stadt. ES wird ein Shuttle angeboten oder es gibt diverse Taxis vorm Hafenausgang. Wir suchten uns allerdings ein Uber übers Handy. Das kostete ganze 4€ bis in die Stadt, sehr praktisch. Wir erkundeten die Stadt zu Fuß, das kann man sehr gut machen. Es gibt wieder einen Kern innerhalb von Stadtmauern und außerhalb eine lange Promenade und einen kleinen Hafen. An der Promenade waren ein paar Stände aufgebaut wo Essen, Kinderspielzeug oder Trödel verkauft wurden.
An der Meeresorgel war sehr viel los und daher hielten wir uns hier nur kurz auf. Wir schlenderten durch die Gassen und machten immer mal wieder ein Päuschen um etwas zu trinken oder einfach zu entspannen und Leute zu beobachten. Auch hier gab es die Bäckerei die es in Dubrovnik gab und so konnten wir das Gebäck nochmal genießen. Später gab es noch ein sehr leckeres Eis. Dies hatte ich vorher im Internet als Tipp gelesen, sonst wären wir in diese unscheinbare Gelateria wohl nicht rein gegangen was sehr schade gewesen wäre.
Den Hafen schauten wir uns auch noch an. In der Mitte gibt es eine große Fußgängerbrücke die beide Seiten verbindet. Auf der anderen Seite waren dann kaum noch Touristen. ES lagen hier einige tolle Schiffe und auch Jachten. Irgendwann fing es dann leider an zu regnen so dass wir uns wieder ein Uber riefen. Da muss man aufpassen das man ihn nicht auf die Stadtmauer bestellt während man unten steht denn hoch kommt man nicht so einfach. Der Fahrer erzählte uns auf dem Rückweg noch ein bisschen etwas über Zadar und Kroatien und nach 20min waren wir dann zurück am Schiff.
Nach ein bisschen Entspannung gingen wir ins Brauhaus was essen um 5 da wir ab 18:30 die Wellness-Suite gebucht hatten. Hier hat man im Wellnessbereich eine eigene Sauna, ein Wasserbett, 2 Massageliegen wo man sich gegenseitig massieren kann oder eine zusätzlich buchen, einen Whirlpool und einen kleinen Balkon mit 2 Liegen. Für 4 Stunden kostet dies 199€ und es hat sich wirklich gelohnt. Man bekommt noch Sekt, Obst und Wasser dazu und hätte noch kleine Häppchen oder Antipasti bestellen können.
Danach fielen wir dann kaputt ins Bett.
Tag 6 Venedig
Heute standen wir wieder früh auf denn wir wollten uns das einlaufen ansehen. Der Wecker klingelte um 6 und so waren wir passend auf den oberen Decks. Es war noch leicht diesig und wurde erst heller als wir den Lido passiert hatten. Die Einfahrt war wieder sehr beeindruckend und wir konnten einige schöne Bilder machen. Anschließend gingen wir frühstücken im Bella Donna. So gegen 11 machten wir uns dann auf den Weg in die Stadt. Wir liefen zur Piazzale Roma und wollten ein wenig bummeln aber so viele Geschäfte gab es gar nicht. Heute war es auch richtig heiß und wir kamen ordentlich ins Schwitzen.
Wir liefen dann weiter zu einer Kirche mit einem riesigen Gemälde an der Decke. Hier blieben wir eine Weile da es auch angenehm kühl drinnen war. Anschließend liefen wir noch weiter durch die Gassen und fuhren dann irgendwann zurück. Wir sonnten uns noch etwas auf dem Pooldeck und gingen dann um 6 nach 6 in die Sauna zum Aufguss.
Abends gingen wir wieder los und fuhren mit einem Vaporetto zum Markusplatz. Eigentlich wollten wir eine Haltestelle weiter fahren und am Park entlang den Rialto runter laufen aber ein Nudelladen den wir besuchen wollte schloss bald. So liefen wir erst dorthin und mussten, da dieser bekannter war, ein bisschen warten. Meine Nudeln waren sehr lecker, bei Tims Pesto fehlte ein bisschen Salz und es war leicht bitter.
Von dort wollten wir dann zum Park laufen aber verirrten uns. Wir landeten ganz im Osten der Venediginsel auf einem Straßenfest mit großer Bühne, Essensständen etc. Wir fanden es super da nur Italiener hier waren und kaum Touristen. Hier blieben wir ein bisschen und liefen dann, mit Hilfe des Handys, in Richtung Park. Inzwischen waren wir aber schon recht kaputt und so ging es nur noch bis zum Markusplatz und von hier mit dem Vaporetto zurück zum Schiff.
Tag 7 Venedig
Heute hieß es Abreise. Wir mussten nachts die Koffer bis 2 Uhr vor die Tür stellen da man sie hier nicht selbst von Bord bringen kann. Wir schliefen bis 8 und machten uns dann fertig. Die Kabine muss man bis 9 verlassen. Dann frühstückten wir im Bella Donna und gingen von Bord. Wir gaben die Koffer im Hafenbereich ab und sie wurden für 12,50€ zum Flughafen gebracht. Wir konnten eine Zeit angeben wann sie da sein sollten.
Wir gingen dann über die Brücke zur Piazzale Roma und liefen dann am unteren Rand Venedigs lang und schauten nochmal bei der Gondelbauerei vorbei die wir am letzten Wochenende schon entdeckt hatten. Da es so heiß war machten wir immer mal wieder ein Päuschen und setzten uns ans Wasser und schauten den Booten und Schiffen zu. Als der kleine Hunger kam gingen wir zu einem Pasta to go Laden den wir auch am Wochenende vorher entdeckten. Man kann sucht sich eine Nudelsorte aus von 5, alle werden Vorort hergestellt, und dazu eine Soße. Es gibt auch täglich ein anderes Angebot. Hier ist nicht viel los aber es schmeckt richtig gut und die Angestellten singen immer mal wieder die italienischen Lieder aus dem Radio mit und sind total freundlich.
Wir liefen dann über die Holzbrücke und in Richtung Rialtobrücke. Hier gibt es ein Kaufhaus bei dem man auf eine Dachterrasse kann. Leider muss man sich vorab online registrieren, so verschoben wir dies auf das nächste Mal. Wir fuhren dann mit der orangen Linie zum Flughafen. Das Boot war auch ziemlich voll und an der nächsten Haltestelle kamen nicht alle mehr mit. Am Flughafen angekommen suchten wir dann den Ort wo es unsere Koffer gab. An dem normalen Depot meinte der Mann wir müssten nach draußen und machte ein Auto nach. Wir verstanden nicht was er meinte aber liefen raus. Dort war noch einer der seine Koffer suchte und fragte einen Taxieinweiser. Dieser verriet uns das die Koffer in dem kleine LKW der am Rand stand seien und gleich jemand käme. Das muss man erstmal wissen. Dem anderen Mann war beim Koffer abgeben auch erklärt worden wo er hin muss aber das war auch nicht richtig verständlich.
Der Flieger hatte dann 20min Verspätung und an Venedigs Flughafen gibt es nicht viele Sitzplätze aber sehr viele Fluggäste. Das war ein bisschen anstrengend aber der Flug verlief dann ruhig und auch die Autofahrt war ohne Stau so das wir dann entspannt ankamen und den Abend zuhause ausklingen ließen.


























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