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Sylt im Februar

Ende Februar/Anfang März sollte es dieses Mal ein bisschen Entspannungsurlaub geben. Wir wollten nicht weit weg und keine anstrengende Anreise haben. Also überlegten wir uns innerhalb Deutschlands zu bleiben oder in die Niederlande zu fahren. Gegen die Niederlande entschieden wir uns  weil wir da ja schon recht häufig waren. Also entschieden wir uns für eine deutsche Insel und dabei fiel die Wahl dann auf Sylt damit man auch in einer Woche ein bisschen was machen kann.
Wir suchten uns ein gemütliches Hotel in Rantum mit Frühstück und Wellnessbereich. Wir fanden die alte Strandvogtei die aus mehreren Häusern besteht in denen auch Ferienwohnungen sind. Es war nur noch eine Suite im Obergeschoss frei und die nahmen wir dann. Diese liegt im Haupthaus allerdings nur über einen Nebeneingang zu erreichen. Daher musste man zum Frühstück, Kaffee (den gibt es zwischen 14 und 16Uhr umsonst mit einem Stück Kuchen) und für den Wellnessbereich einmal um das Gebäude rum laufen- dies fanden wir aber überhaupt nicht schlimm. Parkplätze gab es genug und wir hatten eine schöne Aussicht aufs Wasser und Wiesen. Morgen sah man hier viele Vögel. 




Die Suite geht über 2 Etagen. Man kommt im Erdgeschoss rein wo es nur die Garderobe gibt. Dann geht man die Treppe hinauf und kommt in das Wohnzimmer, eine Küche mit Spülmaschine, Mikrowelle und Herd und zum Bad. Außerdem gibt es noch einen Abstellraum. Eine weitere Treppe hinauf direkt unterm Dach ist ein süßes kleines Schlafzimmer. Man kann nicht wirklich gerade stehen aber es ist sehr gemütlich und bietet genug Platz. 



Das Haupthaus besteht aus einem Vorraum, dem Eingangsbereich und dahinter kommt direkt der Raum in dem gefrühstückt wird und es Kaffee gibt. Es ist alles sehr schön hell und im Sommer hat man auch die Möglichkeit draußen zu sitzen. Das Frühstück bietet von allem etwas: Brötchen, verschiedene Brotsorten, Fisch, Wurst und Käse, Marmelade, Müsli, Quarkspeise, Obstsalat und Eierspeisen die frisch zubereitet werden. Dazu kann man sich beim Tee und Saft/Wasser selbst bedienen oder bekommt andere Heißgetränke aus der Küche. Das Personal ist sehr freundlich und sehr bemüht.

Wir fuhren an einem Freitagmorgen gegen 8:30 los. Eigentlich wollten wir den Zug ab Niebüll (Autozug) um 13:00 oder 13:30 nehmen aber da wir so früh los gekommen sind und es keinen Stau gab konnten wir den um 11:30 nehmen. Es gibt einen Zug der deutschen Bahn und einen anderen Anbieter. Diese fahren zu unterschiedlichen Zeiten. Man muss nur mit dem, den man auf dem Hinweg benutzt hat, auch zurück fahren wenn man Hin-und Rückfahrt bucht. Dies geht bei der deutschen Bahn unkompliziert an mehreren Automaten, beim SyltShuttle sitzt jemand in einem Häuschen und informiert einen auch wenn vorher noch der andere Zug fährt.
So waren wir dann schon gegen 12:30 in Westerland. In unser Hotel konnten wir ab 14Uhr und so fuhren wir schonmal ein bisschen herum und machten einen Stopp am Meer. Man muss meist einmal über eine Düne klettern aber dann hat man den kilometerlangen Strand fast für sich. Es ist überall feiner weißer Sand der einige Meter breit ist. Es war recht windig aber die Sonne schien. Das war die vorherigen Tage wohl anders, wir hatten aber durchgängig Glück.
Vorher bummelten wir noch durch Westerland. Hier war nicht soviel los aber die meisten Geschäfte hatten geöffnet. An der Strandpromenade gab es das erste Fischbrötchen bei Gosch. Dieses war nicht so teuer wir erwartet und die Brötchen waren richtig gut kross.  Von hier aus fuhren wir dann weiter in Richtung Rantum. Um kurz nach 14Uhr konnten wir direkt unser Zimmer beziehen und entspannten erstmal ein bisschen. Wir suchten online nach einem guten Restaurant und fanden 2 in Hörnum die uns gefielen. Also fuhren wir gegen 18Uhr in die südliche Spitze Sylts. Erst ging es noch ein bisschen an den Strand und den Leuchtturm anschauen. Man kann diesen auch an einigen Tagen in der Woche besichtigen, haben wir aber nicht gemacht. Wir wählten dann das Restaurant das ein bisschen außerhalb lag- Ledels. Sie hatten noch genug Plätze frei und das Essen war super. Große Portionen aber dabei auch richtig lecker und der Service sehr freundlich. 


Am nächsten Tag fuhren wir in Richtung List. Auf dem Weg kommt man an einer Straße vorbei die zum Ellenbogen führt. Ein teil hierfür kostet Maut- dies lohnt sich aber wirklich. Wir sind mehrmals angehalten um ans Meer zu gehen und die Aussicht über die Dünen war einfach nur toll. Es ist nicht viel los und es gibt ganz ruhige Stellen. Ganz an der Spitze war ein bisschen mehr los aber auch nicht viel. Hier waren einige Austernsammler unterwegs. Da gerade Ebbe war lagen hier auch viele Muscheln/Muschelschalen herum. Wir konnten einige schöne Fotos machen. Den Ellenbogen fährt man dann wieder zurück und von dort ging es weiter nach List. Der Hafen ist ganz hübsch hergerichtet mit mehreren Restaurants und Geschäften. Wir aßen bei Gosch wieder ein Fischbrötchen- hier war es sehr voll und bummelten ein bisschen rum. Von hier fahren auch Schiffe zu den Seehundbänken. In der Nebensaison jedoch nicht täglich. An diesem Wochenende gab es Touren und so nahmen wir uns dies für Sonntag vor. Es gab eine Tour am Vormittag und eine Nachmittags. 
Auf dem Rückweg hielten wir noch in Kampen und gingen ein bisschen spazieren. In der Hauptstraße für die Reichen und Schönen war nicht soviel los aber es fuhren einige sehr teure Autos vorbei. Wir liefen auch noch bis zur Küste aber gingen dieses Mal nicht hinab sondern genossen auf einer Aussichtsplattform ein bisschen die Sonne. Auf dem Weg zum Hotel hielten wir noch bei EDEKA und holten uns für abends Ravioli und etwas zu knabbern. Es waren frische Ravioli mit Ricotta und Spinat und welche mit Frischkäse und Trüffel- beide sehr lecker.

Am nächsten Morgen fuhren wir dann nach dem Frühstück wieder nach List um die Bootsfahrt zu den Seehundbänken zu machen. Wir waren überrascht wie voll es dann wurde. Wir bekamen aber 2 schöne Plätze draußen und das Wetter spielte auch mit. Insgesamt fanden wir die Tour nicht so spannend. Man hält einmal an und es wird per Netzt kurz geangelt und dann gezeigt und erklärt was gefangen wurde (und dann wieder frei gelassen). Dies ist wohl für Kinder interessant aber da der Fang recht mau war hielt sich das Interesse sonst in Grenzen. An der Seehundbank lagen sehr viele Seehunde die man mit einem Fernglas gut erkennen konnte. Für die Kamera brauchte man schon ein sehr gutes Objektiv. Das Schiff drehte hier mehrmals damit alle etwas sehen können. Danach ging es wieder zurück. Die Fahrt kostet 21€, Getränke und Essen kann man an Bord bekommen. Bei uns zahlte man direkt am Schiff, das Verkaufsbüro hatte nicht geöffnet.
Zurück im Hafen gab es wieder ein Fischbrötchen und wir schauten uns ein bisschen das Treiben bei Gosch an. Die Geschäfte außerhalb des Hafens hatten heute geschlossen. Wir fuhren dann langsam zurück und machten unterwegs noch ein paar Stops zum Fotos machen. Im Hotel nutzten wir dann nachmittags den Pool und Wellnessbereich. Wir hatten ihn ganz für uns alleine und es war schön ruhig. Abends reservierten wir uns dann einen Tisch beim Italiener in Westerland. Das essen war sehr gut aber die Preis ziemlich hoch. Es war ein ganz kleiner Laden der sehr gut besucht wurde.
Am Montag fuhren wir nach Westerland und bummelten dort ein bisschen rum. Wir kauften Tee und ein paar Kleinigkeiten. Anschließend fuhren wir in den Osten der Insel und spazierten durch Keitun. Der Ort ist ganz ruhig mit vielen schönen Friesenhäusern. Am Ortsanfang ist ein Parkplatz von dem man gut zu Fuß aus los gehen kann. An vielen Häusern steht groß dran wann sie gebaut wurden. Es gibt wenige neue Häuser oder zumindest fällt es nicht sofort auf. Man könnte auch ein Stück direkt am Meer lang gehen. Durch die anderen Örtchen fuhren wir nur durch und schauten uns dann in Kampen noch die teuerste Wohnstraße an. Es waren große Grundstücke aber viel mehr konnte man auch nicht erkennen. Da fanden wir die weiteren Straßen mit den süßen kleinen Friesenhäusern schöner. 
Abends gab es noch einmal Tortellini mit Pesto da sie uns so gut geschmeckt haben und gingen dann bei uns noch ein bisschen am Rantumbecken spazieren, danach schauten wir ein bisschen Basketball.
Am letzten Tag entspannten wir nach dem Frühstück noch ein bisschen und fuhren dann nach Wenningstedt. Hier liegt ein großer Gosch direkt am Meer. Erst liefen wir ein bisschen am Strand entlang. Das Wetter war, wir auch die vorherigen Tage, wieder super. Dann ging es zu Gosch hoch. Wir holten uns Brötchen und setzten uns in die Sonne, das war schön! Es war so richtig angenehm warm und auch recht windstill. Anschließend schauten wir uns noch Wenningstedt an und waren sher positiv überrascht. Es gibt eine schöne Promenade mit alten Häusern und verschiedenen Restaurants und Cafes. In der Parallelstraße entdeckten wir einen kleinen Buchladen und ich kaufte mir auch direkt ein Buch. Nebenan wäre auch noch ein Bäcker gewesen. 
Von hier aus fuhren wir nochmal nach Kampen denn dort gibt es am Strand an der Klippe einen Vorsprung mit Strandkörben. Hier fanden wir auch einen freien und genossen auch so ein bisschen das Wetter. Die Strände waren überall ziemlich leer und es war sehr ruhig und entspannt. Den Nachmittags verbrachten wir im Hotel mit Kaffee und Kuchen und entspannen.  Gegen Abend packte ich dann schonmal unsere Sachen zusammen und dann fuhren wir nochmal zu Ledels lecker essen. Auch dieses Mal bekamen wir ohne Probleme einen Tisch und riesige Portionen Schnitzel und Cordon Bleu.



Mittwochmorgen frühstückten wir noch schön und packten dann zusammen. Im Famila in Westerland holten wir uns noch etwas zu trinken und kleine Mitbringsel für unsere Hasenaufpasser.  Wir bekamen dann recht früh den Zug und waren dann schon mittags wieder zuhause.

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