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Spanien und Portugal- erste Kreuzfahrt mit Baby

Antons erste Kreuzfahrt ging am 17. Oktober los. Wir machten die Spanien & Portugal Tour über 10 Tage ab Mallorca.
Sonst notiere ich mir abends immer was wir den Tag über so erlebt haben um es später dann besser abrufen zu können. Das habe ich dieses Mal nicht getan um einfach mehr Zeit für Anton zu haben und erstmal zu schauen wie das alles so klappt. Daher sind die Tage ein wenig kürzer gefasst. Die nächsten werden dann wieder ausführlicher. 😀

Unsere Route war dann die folgende:
Mallorca - Seetag - Malaga - Cadiz- Lissabon (2 Tage) - Seetag - Cartagena - Valencia - Barcelona - Mallorca

Da wir vorher nicht wussten wie eine Kreuzfahrt mit Baby so läuft, haben wir keine Ausflüge gebucht sondern wollten einfach nur in die Städte laufen und wenn mal ein Tag nicht so gut ist auch einfach auf dem Schiff bleiben. Vorab - es lief super. Wir sind in jedem Hafen von Bord und stundenlang unterwegs gewesen. Mal mit Trage, mal mit Kinderwagen und Anton war stets gut gelaunt.
Die Kellner liebten ihn, nur einige Gäste waren skeptisch und hatten keine Lust beim essen bei uns zu sitzen. Von einigen hörte man dann irgendwann: Der ist ja ganz lieb/ruhig. Wenn er die ganze Zeit schreien oder weinen würde hätten wir auch keine Kreuzfahrt gebucht....

Unser Flug ging ab Hamburg. Es lief alles ganz problemlos und Anton machte alles ohne zu meckern mit. Wir kamen schon mittags auf Mallorca an und der Shuttle brachte uns direkt zum Schiff. Das Einchecken dauerte keine 10 Minuten und schon waren wir auf der AIDAstella.
Wir liefen erstmal ein wenig herum und setzten uns dann in die AIDA Lounge ganz vorne im Schiff. Hier ist es schön ruhig und man kann gemütlich sitzen. Anton konnte auch noch ein kleines Nickerchen machen. Zwischendurch kamen leider immer mal wieder Leute da durch die über das Schiff geführt wurden, dies machte es dann doch unruhig.
Um 15Uhr war dann unsere Kabine frei und die Koffer standen auch schon bereit. Wir richteten uns gemütlich ein und machten einen Mittagsschlaf- wir waren schließlich um 4 aufgestanden.
Sein Babybett räumten wir bald weg da es zu viel Platz weg nahm und Anton eh bei uns im Bett schlief. Der Windeleimer und das Bett kommen automatisch auf die Kabine wenn man ein Kind unter 2 Jahren dabei hat.

Es war genug Platz in der Kabine für uns 3. Für seine Fläschchen hatten wir Milchpulver dabei und heißes Wasser holten wir uns an einer Bar abends und morgens auch mal im Restaurant. Gewickelt haben wir ihn meist auf dem Sessel.

Den Rest des Tages verbrachten wir ganz gemütlich auf unserem Balkon. Anton fand es super mit mir in der Hängematte zu liegen. Abends ging es dann noch zur Seenotrettungsübung bei der wir an der Reling stehen durften, damit die Babys nicht zwischen den ganzen Menschen sein müssen. Abendessen gab es vorher im Bella Donna. Wir waren auf dieser Reise recht häufig im Brauhaus oder im East. Im Marktrestaurant waren wir nur morgens da es abends total überfüllt war.

Seetag

Am Seetag ging es nach dem Frühstück in den Kids Club. Die bieten auch einen Raum für die ganz Kleinen an und hatten zum Kennenlernen eingeladen. Es waren noch 4 weitere Babys da aber es waren noch mehr an Bord. Insgesamt waren wohl 400 Kinder an Bord, es waren Ferien in mehreren Bundesländern.
Anschließend liefen wir über das Schiff, entspannten auf der Kabine oder aßen etwas leckeres.
Abends waren wir im East essen, das hat uns während der ganzen Reise gut gefallen. Seit kurzem gibt es ja statt Pepsi -Getränken Cola, Fanta und so- mögen wir lieber.


Malaga
In Malaga kann man direkt vom Schiff in die Stadt laufen oder zum Strand. Den Strand sieht man schon vom Schiff aus. Wir liefen in die Stadt und bummelten durch die Straßen. Es gibt eine sehr schöne Markthalle und drum herum sind diverse Geschäfte und Restaurants.
Es ist recht laut in der Halle daher waren wir mit Anton nicht allzu lange drinnen.
Es gibt sehr schöne Einkaufsstraßen und eine große Kathedrale. Alles lässt sich wunderbar erlaufen.




Wenn man dann in Richtung Schiff zurück läuft kann man am Strand entlang gehen. Dort gibt es auch einige Restaurants und Imbisse. Es war auch gut was los am Strand. Uns war es dafür jedoch zu frisch. Im T-Shirt ging es gut aber nach baden war mir nicht.
Zurück auf dem Schiff machte Anton sein Mittagsschläfchen und danach genossen wir noch ein bisschen die Sonne bis es zum Abendessen ins Brauhaus ging.

Cadiz
Cadiz ist eine Halbinsel die man gut zu Fuß umrunden kann. Es gibt eine schöne Promenade und auch einen Strand. Dieser war aber aufgrund der Temperaturen leer. Es gibt eine kleine Festung aber die hatte leider geschlossen.
Man geht vom Schiff runter und aus dem Hafen raus und schon ist man in den hübschen Gassen und findet sich schnell zurecht.


Es war nicht viel los innerhalb der Stadt da Sonntag war. Die meisten Geschäfte und auch der Markt hatten geschlossen. Auf dem zentralen Platz gab es allerdings ein paar kleine Stände die Sachen verkauften wie Taschen, Schmuck oder Souvenirs. Wir liefen einfach rum und genossen die ruhige Atmosphäre. In einem kleinen Supermarkt am Hauptplatz kauften wir uns Getränke und Snacks. hier war das einzige Mal das eine Dame Anton direkt ansprach und mit ihm rumalberte. Wir fanden es aber nicht schlimm, sie war sehr nett.




Lissabon
In Lissabon lagen wir von 16Uhr bis 16Uhr des Folgetages- also genug Zeit für Erkundungen. Direkt am Hafen fährt eine Straßenbahn. In der Bahn selbst bekommt man auch Tickets aber nicht für 24-Stunden. Diese gibt es nur in den Metrostationen. Also liefen wir los in Richtung Metro. Man kommt durch ruhige Viertel und irgendwann wird es ein bisschen belebter. Es lässt sich gut mit Trage oder auch Kinderwagen machen, wobei es in den Straßenbahnen besser ist den Kinderwagen auf dem Schiff zu lassen. Zumindest in den alten Bahnen ist dafür nicht so viel Platz.
Unterwegs probierten wir uns durch eine Bäckerei und diese war deutlich günstiger als die in der Altstadt. Uns schmeckt alles :-) Die Spezialität Lissabons sind die Pasteis de Nata, kleine Küchlein die man überall bekommt.

An der Metro holten wir uns dann die Tickets. Man muss darauf achten das jeder eine eigene Karte braucht. Man kann nicht 2 Tickets für 2 Personen auf eine Karte packen.
Direkt am großen Platz ist ein kleiner Strand und eine Promenade, es war viel los mit Musik und gut gelaunten Menschen.
Hier gibt es auch einen Kreuzfahrtanleger aber wir hatten leider den Anleger weiter außerhalb. Hier lag die Europa.


Als es dunkler wurde wollten wir noch mit dem Fahrstuhl fahren der einen höher gelegenen Teil der Altstadt mit dem unteren verbindet. Wir stellten uns an und nach 30 Minuten waren wir noch nicht weit gekommen. Wir hatten keine Lust noch 2 Stunden anzustehen (und die Schlange war eigentlich nicht lang).
Also holten wir uns noch einen Döner während Anton in der Trage schon schlief und fuhren dann mit der Straßenbahn zurück zum Schiff. Dort tranken wir noch einen Cocktail und dann ging es ins Bett.


Am nächsten Tag wollten wir dann gerne die alte Straßenbahn nehmen die einmal durch die schönsten Ecken fährt. Als Tipp hatten wir gelesen dass man am besten zu einem der Endpunkte geht und dort einsteigt um eine Sitzplatz zu bekommen. Wir fuhren also mit einer anderen Bahn zum Ende und schauten uns da noch einen Friedhof an. Dieser war sehr beeindruckend da er aus vielen kleinen Gebäuden/Mausoleen bestand und man am anderen Ende eine tolle Aussicht hat.
Dann ging es in die Bahn und wir konnten auch sitzen, ein paar Haltestellen weiter war die Bahn dann schon voll. Wir fuhren nicht ganz bis zum anderen Ende der Strecke sondern stiegen an einem Punkt aus wo es eine tolle Aussicht auf das Meer gab und liefen dann von dort hinab zurück in die Stadt.



Es gibt auf der Strecke viele Geschäfte, Bars und Restaurants. Leider kamen unsere schönen Korkpostkarten bis heute nicht zuhause an. Auch hier besuchten wir noch die Markthalle und aßen etwas. Beim nächsten Mal würde ich mich dann an die richtigen Meeresfrüchte wagen aber so war es erst einmal eine totale Reizüberflutung da es sehr voll war und die Auswahl riesig.
Zum Schiff fuhren wir dann mit der Bahn zurück da langsam die Beine weh taten und Anton dann auch kaputt war. Hier knallte die Sonne ziemlich.
Das Auslaufen schauten wir uns vom Balkon aus an.




Seetag
Der Seetag war ganz entspannt. Gegen Mittag passierten wir den Felsen von Gibraltar. Hier hätte man auch Ausflüge hin machen können aber eine Strecke wäre mit dem Bus ca. 3 Stunden gewesen, das war uns zuviel.

Cartagena
In Cartagena liegt man in einem kleinen Hafen mit tollen Blick auf die Stadt. Man kann hier ebenso einfach los laufen. Am Hafen fand eine kleine Feier oder ähnliches von der Marine statt, daher war ein Teil abgesperrt.
Sonst hat Cartagena nicht so viel zu bieten. Wir bummelten durch die Stadt und fanden dann noch eine Ausgrabungsstätte auf einer Erhebung (anstrengend mit Kinderwagen).  Man kann überall einfach rum laufen aber nach ca. 4 Stunden waren wir auch wieder zurück am Schiff und hatten eigentlich alles gesehen.



Das Auslaufen war sehr schön und Abends gab es im Buffalo Steak House Spare Ribs all you can eat. das war ganz lecker aber hatten wir schon mal besser. Einen Nachtisch gönnten wir uns dann auch noch.

Valencia
In Valencia liegt man außerhalb so dass man einen Shuttle braucht. Der öffentliche der Stadt war aber super ausgezeichnet, überall standen Leute die einem weiterhalfen und er hat dann nur ca. 3€ hin und zurück gekostet.
Die Stadt an sich hat uns positiv überrascht. Es gibt tolle große Straßen mit vielen Geschäften aber auch alten Gebäuden.  Man kann super shoppen.
Die Markthalle ist traumhaft und hat eine tolle Auswahl. Man hätte ewig dort bummeln können.



Man hätte auch gut noch das Aquarium besuchen können aber ich hatte nachmittags einen Termin zur Massage. Wir hätten eigentlich so um 16Uhr auslaufen sollen aber da Barcelona am nächsten Tag aufgrund von Unruhen ausfiel mussten wir nur nach Ibiza und blieben daher länger. Die Massage mochte ich so kurzfristig dann nicht mehr umlegen und so ging es dann zurück aufs Schiff und Tim und Anton entspannten während ich mich massieren lies.



Barcelona/Ibiza
Am letzten Tag sollte es wie gesagt eigentlich nach Barcelona gehen aber Ibiza fanden wir auch gut. Es wird ein Shuttle in die Stadt angeboten den wir auch genommen haben (ca. 9€ pro Person). Man hätte aber auch laufen können, haben einige gemacht, oder mit einem Shuttle-Boot fahren können. Aufgrund des Kinderwagens nahmen wir lieber den Bus statt des Bootes.
Man wird am Hafen raus gelassen. Es haben einige Geschäfte und Restaurants geöffnet aber man merkte doch ziemlich das Nebensaison war.
Wir liefen durch die Gassen und auch zur oberen Altstadt rauf. Das war mit dem Kinderwagen ein wenig beschwerlich aber noch gut machbar. Wir mussten ihn allerdings über einige Stufen tragen. Von oben hat man einen schönen Blick und es ist sehr gemütlich in den Gassen.
Viel los war nicht und so gestaltete sich der ganze Tag recht ruhig.


Wir waren dann noch sehr lecker unten am Hafen Tapas essen (man konnte mit Karte zahlen, auch kontaktlos). Anschließend ging es mit dem Shuttle zurück zum Schiff.
Wir wollten abends eigentlich nochmal kurz runter vom Schiff da wir bis 22Uhr im Hafen lagen aber der kleine Mann schlief um 16Uhr ein und wachte erst um 4 Uhr morgens wieder auf. Musste er sich wohl doch ein wenig erholen. So gingen wir nochmal ins Brauhaus mit ihm schlafend im Kinderwagen und schauten uns dann das Auslaufen vom Balkon aus an.


Abreise
Unser Flug ging früh am nächsten Morgen so das wir unser Gepäck selbst mit von Bord bringen sollten. das war ein wenig doof mit 3 Koffern und Kinderwagen und vollen Aufzügen...
Der Rückflug verlief wieder sehr ruhig trotz Zwischenstopp in Köln/Bonn und so kamen wir am frühen Nachmittag wieder zuhause an.

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