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Ein Wochenende in Paris

Nach Paris sollte es dieses Mal gehen. Wir waren beide noch nie richtig in Frankreich und ich war gespannt wie es sprachlich so funktionieren würde- und ehrlich gesagt auch ein bisschen nervös. Ich hatte vorher extra einige Podcasts gehört um noch ein bisschen Französisch zu lernen (in der Schule hatte ich nur Spanisch) :-). Die Wettervorhersage war schonmal super, es sollte richtig schön warm werden.
 Am Freitagnachmittag ging es direkt von der Arbeit aus nach Hamburg zum Flughafen. Unser Flieger sollte um 18:15 gehen. Leider hatte er dann 30min Verspätung. Der Flug war mit Eurowings und verlief ganz ruhig. Da er nicht ausgebucht war ,gab es mehr als genug Platz für das Handgepäck, das ist ja manchmal mit vielen Koffern eng. Da wir den günstigsten Tarif gebucht hatten gab es weder etwas zu trinken noch zu essen. Das ist bei kurzen Flügen aber auch kein Problem, finde ich.
Angekommen in Paris liefen wir zur RER Station. Die ist gut ausgeschildert und Vorort gibt es mehrere Ticketautomaten bei denen jemand steht und auch hilft. Man kann die Automaten aber auch auf Deutsch umstellen. Der RER fährt direkt nach Paris in die Innenstadt und kostet 10,30€. Wir stiegen „Luxembourg“ aus (eine Haltestelle nach „Notre Dame“). Ein paar Tage vorher hatten wir unser Hotel noch geändert weil wir merkten das am Eifelturm zwar gut ist um schnell am Eifelturm zu sein, der Rest aber eher weiter weg ist. So hatten wir das „Excelsior Latin“ im Latin Quartier, 10min zu Fuß von Notre Dame, gebucht.
Von der Haltestelle, die am schönen Luxembourg Park ist, liefen wir zu unserem Hotel. Es lag in einer Seitenstraße, ziemlich ruhig. Das Personal sprach englisch und war sehr freundlich. Das Zimmer war schön groß und modern eingerichtet. Im Badezimmer gab es eine Badewanne mit Duschaufhängung und einen separaten Ablagetisch. Wir haben nachts immer mit offenem Fenster geschlafen, davor gab es dicke dunkle Vorhänge zum Verdunkeln, und, bis auf die Müllabfuhr, war es angenehm ruhig. Frühstück hätte ca. 10€ gekostet, haben wir aber nicht genutzt da es drum herum ja viele Cafés und Supermärkte gibt. Den Freitagabend sind wir dann nur noch schlafen gegangen.
Samstagmorgen wollten wir uns dann etwas zum Frühstücken suchen und fanden quasi direkt nebenan einen Pret a Manger. Die Kette lieben wir seit London, weil es tolle frische Leckereien gibt: Baguettes, Salate, Suppen, Müsli, Croissants… Heute holten wir uns leckere Baguettes und Obst. Die Baguettes sind reichhaltig belegt mit Avocado, Salat, Eiern, Hähnchen, Käse, Schafskäse, Lachs…. Das wir ja mal ein Croissant hätten probieren sollen fiel uns erst am Tisch auf. Naja das gibt’s dann am nächsten Tag.
Gut gestärkt liefen wir dann zur Metro um zum Eifelturm zu fahren. Wir zogen uns 2 Zehner-Tickets, wobei man dann 2x 10 einzelne Fahrscheine bekommt. Die steckt man dann am Durchgang in das Tor und wenn es wieder oben raus kommt kann man durchgehen, eigentlich wie in jeder Metro. 
Wir hatten für 11Uhr Tickets am Eifelturm gebucht. Da wir noch früh dran waren machten wir erst Fotos auf der Wiese. Man muss dann durch eine Sicherheitskontrolle die bei uns aber noch leer war. An der reservierten Schlange muss bzw. kann man sich dann auch erst kurz vor 11 anstellen. Es gibt Tickets für jede halbe Stunde und es kommen auch nur die hinein die diese Uhrzeit gebucht haben.
Parallel dazu gibt es eine Schlange mit Leuten die ihr Ticket erst Vorort kaufen- diese war sehr lang. Wir kamen dann um 11 in den Fahrstuhl, nach einer kleinen zweiten Sicherheitskontrolle der Taschen. Wir hatten Karten für die 2. Etage da die oberste schon ausgebucht war. Von hier hat man aber auch schon einen tollen Blick über die Stadt und die Schlange nach ganz oben war hier auch ziemlich lang. Es gibt 2 Ebenen- auf der oberen geht ein Gitter bis zum Bauch und auf der unteren, die größer ist, gibt es ein grobmaschiges Gitter das höher ist. Man kann aus beiden aber gut fotografieren.
Jeder kann so lange oben bleiben wie er möchte und dann mit dem Fahrstuhl entweder ganz runter oder auf die erste Etage fahren. Wir stiegen an der ersten aus und liefen auch hier einmal rum und dann die Treppe hinunter. Auf der ersten Etage gibt es einige Tafeln mit Erklärungen zur Entstehungsgeschichte. Außerdem sind hier ein Café und ein Restaurant. Die Leute die uns entgegenkamen waren schon ordentlich am Schwitzen, hinab war kein Problem.





Danach liefen wir in Richtung Triumphbogen. Vorher machten wir noch einen Stopp hinter dem Eifelturm. Dort gibt es einen Springbrunnen, Wiesen und einen tollen Blick. Die Pariser picknicken gerne und so saßen auch auf dieser Wiese Menschen und aßen Leckereien aus umliegenden Supermärkten. Das ist total gemütlich.
Weiter ging es dann zum Triumphbogen wo wir von außerhalb des Kreisels Fotos machten und dann von unterhalb des Bogens in Richtung Champs-Elysee. Das Wetter war genau passend um ein bisschen zu bummeln und sich umzuschauen. Es gibt haufenweise Geschäfte, Restaurants und Cafés.  Dem Disneystore mussten wir natürlich einen Besuch abstatten, war leider ziemlich voll. 

Wir schauten uns noch den Palast und die Pont Alexandre an und liefen bis zum Louvre. Man läuft direkt an der Seine entlang. Die Schlange war relativ kurz außen vor der Pyramide aber heute wollten wir nicht hinein. In der Parkanlage am Louvre kann man sich super entspannen und die Sonne genießen oder auch picknicken. Von hier ging es zu Pret a Manger für ein verspätetes Mittagsessen und dann zum Legostore, der in einem kleinen Einkaufszentrum ist. Dahinter ist ein Viertel mit kleinen Straßen und ganz vielen Restaurants und Bar. Es war gut was los auf den Straßen obwohl es im August allgemein eher leer ist da viele Franzosen außerhalb der Stadt Urlaub machen. Inzwischen war es dann so 17Uhr und wir entschieden uns zum Hotel zurück zu laufen um eine Pause zu machen. 


Um 20Uhr sind wir dann wieder los in Richtung Eifelturm. Dieses Mal nahmen wir den Bus der direkt um die Ecke fuhr. Wir stiegen am Eifelturm aus und suchten einen Supermarkt in dem wir uns ein paar Kleinigkeiten zu essen und trinken holten. Es gab Minisalamis, Chips, Eistee und Wasser. Dann setzten wir uns auf die Wiese und picknickten. Es war viel los und immer wieder liefen Männer herum die Souvenirs oder alkoholische Getränke verkaufen wollten.
Sobald es dunkel wird blinkt der Eiffelturm zur vollen Stunde. Das sieht super aus! Von hier liefen wir dann nochmal zur Champs-Elysee und machten im Dunkeln einige Fotos bis wir dann mit der Metro zurück zum Hotel fuhren. Die Bahn fuhr bis Notre Dame und so schauten wir uns diese von außen im Dunkeln an. Obwohl es schon 23Uhr war waren noch überall Menschen in den Restaurants. Vor Notre Dame wurde Musik gespielt und die Leute tanzten dazu.

Sonntagmorgen gingen wir wieder zu Pret a Manger zum Frühstücken. Heute probierten wir uns durch die Croissants. Mein Favorit war das Croissant mit Mandel- und Marzipanfüllung. Danach liefen wir in den Luxembourg Park. Es ist eine richtig schöne Anlage mit einem großen Herrenhaus. Es gibt einen Springbrunnen (wo Kinder Holzboote fahren lassen können), Sportplätze, Palmen… Von hier aus wollten wir uns eine der besten Baguetteläden von Paris anschauen nur leider hatten die wegen Urlaub zu.
Der Apple Store um die Ecke hatte leider noch geschlossen aber im Supermarkt holten wir uns dann etwas zu trinken (sehr leckere Smoothies) und machten es uns vor einer Kirche gemütlich. Dann fuhren wir mit der Metro zur Galerie Lafayette. Im obersten Stock gibt es eine Terrasse von der man einen ganz schönen Blick über die Stadt hat und sie ist umsonst. Ansonsten war es hier relativ voll. Ich habe auch einige schöne Dinge gesehen die ich gerne mitgenommen hätte aber der Nachteil von Reisen mit Handgepäck ist das nicht so viel hinein passt.  


Weiter ging es nach Montmatre mit der Metro. Wir bummelten durch die Gassen und liefen dann die Treppen zur Sacre Coeur hinauf. An der Seilbahn war eine längere Schlange und das Stück kann man ganz gut hoch laufen. Durch die Sacre Coeur läuft man einmal im Gänsemarsch im Kreis wenn es voll ist. Man muss vor der Kirche aber nicht lange warten bis man hinein gehen kann. Die Aussicht auf die Stadt von außen ist aber klasse, nur den Eifelturm sieht man nicht, dafür muss man am Zaun weiter laufen. Es war hier sehr voll und so liefen wir dann, nach einem leckeren Crepe mit Nutella (4€), in Richtung Moulin Rouge. 
Vor dem Moulin Rouge machten wir ein paar Fotos und dann setzten wir uns in die Grünanlage nebenan. Eigentlich ist dieser Teil das Rotlichtviertel, aber tagsüber ist nicht viel los. Am Abend wollten wir hier nochmal herkommen.


So fuhren wir erstmal zurück zum Hotel für eine kleine Pause. Abends holten wir uns dann wieder ein paar Leckereien im Supermarkt (Käse, Baguette, Salami, Weintrauben…) und fuhren damit zum Eifelturm. Dieses Mal setzten wir uns ein bisschen weiter hinten auf die Wiese und genossen unser Picknick. Wieder liefen Männer rum die Wein und Bier verkaufen wollten sowie Souvenirs. Um 21Uhr wurde der Eifelturm wieder toll beleuchtet. Die Stimmung war sehr angenehm und ruhig.
Von hier aus liefen wir zur Champs-Elysee und nahmen die Metro, mit einmal umsteigen, in Richtung Moulin Rouge. Wir stiegen Pigalle aus und liefen in Richtung Metrohaltestelle Blanche. Zwischen den beiden Haltestellen spielt sich alles ab, was allerdings nicht sonderlich viel ist. Vorm Moulin Rouge war grad viel los weil die nächste Show kurz darauf los ging (23Uhr). Die meisten Gäste waren schick angezogen und machten noch einige Fotos vor dem beleuchteten Theater.
Da nicht viel los war fuhren wir bald zurück zum Hotel und schliefen mal richtig aus.
Montagmorgen standen wir erst so um 9 auf. Wir konnten bis 11 Uhr im Hotel bleiben, also machten wir uns in Ruhe fertig. Die Koffer konnten wir umsonst im Hotel lassen, sie wurden in einem Extraraum gestellt in dem erstaunlich viel Platz war. Die erste Nacht hatte das Hotel vorab abgebucht, den Rest bezahlte ich nun mit Kreditkarte und bekam auch eine Rechnung. Zum Frühstück ging es wieder zu Pret a Manger (wie ich diese Kette in Deutschland vermisse…) und dann in Richtung Note Dame. Es war eine sehr lange Schlange davor aber es ging sehr schnell rein. Wir fanden es von innen aber nicht so spannend. Es war auch ziemlich laut so dass jemand von der Kirche zwischendurch bat dass alle mal leise sein sollen, verständlich.
Nun machten wir uns auf zum Louvre. Obwohl wir schon ein bisschen kaputt waren vom Laufen an den letzten Tagen, liefen wir die Seine entlang. Wir nahmen einen Seiteneingang der ein bisschen versteckt lag. Nach 10min waren wir drin. Wir wunderten uns erst das so viele sagen dass es so voll sei ,bis wir uns dem Hauptbereich näherten. Es wurde voll, stickig und total warm. Als wir aus dem Fenster sahen, war eine riesige Schlange vor der Pyramide mit dem Haupteingang- da hätten wir uns nicht angestellt. Wir schauten uns die Mona Lisa und einige andere Kunstwerke an (soweit es bei der Menge an Leuten ging) aber beschlossen dann das es so keinen Sinn macht und wir lieber zu einer Jahreszeit wieder kommen wo es nicht so voll ist und gingen in Richtung Ausgang.
Auch an dem dritten Ausgang, im Einkaufszentrum, war eine riesige Schlange und hier war es ebenso heiß. Draußen setzten wir uns in Schatten und erholten uns erstmal. Dann suchten wir etwas zu trinken und gingen in den Park vorm Louvre. An einem kleinen Teich ließen wir uns auf den Stühlen nieder die überall rumstehen.
Wir schlenderten dann noch über den kleinen Jahrmarkt der am Rand des Parks war und dann ging es zurück zum Hotel Koffer holen. Ab Notre Dame fuhr eine Metro mit der wir zum Nordbahnhof kamen. Dieser klang eigentlich ganz interessant online aber war es dann nicht wirklich. So nahmen wir den RER B in Richtung Flughafen und kamen da so um 18Uhr an. Unser Flieger sollte um 20:25 gehen. Die Sicherheitskontrolle ging sehr zügig, so zügig das kaum Zeit war alles Notwendige aus dem Koffer zu holen. Dann hieß es warten. Der Rückflug hatte natürlich auch Verspätung und so ging es erst gegen 21Uhr los. So um 22:15 landeten wir wieder in Hamburg und waren dann so um 23:40 zuhause. 

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